Ein Erfahrungsbericht mit der Wirkung von Kakao
Wahrnehmungsempfindungen mit Kakao
Heute bis du eingeladen, an einem Erlebnis teilzuhaben, das ich beim Trinken und in der Meditation mit Kakao hatte.
Erlebnis
Ein Vollmondabend. Draußen liegt Schnee und es ist klirrend kalt. Die Mondin scheint hell – das sieht schon magisch aus und fühlt sich auch so an.
Ich richte mir einen schönen Platz ein, bereite achtsam Kakao zu und lade den Kakao Spirit ein. Voller Dankbarkeit nehme ich den ersten Schluck. So wohlig warm, sanft, ölig und umhüllend fühlt sich das Getränk an, wenn es meine Kehle hinab fließt und in meinem Bauch ankommt. Auch die weiteren Schlucke genieße ich und nehme mir viel Zeit dafür.
Mein Herz klopft etwas schneller, vielleicht vor freudiger Aufregung, vielleicht durch den Koffeingehalt im Kakao. Mir ist warm und kuschelig.
Der Ofen knistert im Hintergrund und ich spüre auch die Wärme um mich herum.
Die Qualität des aktuellen Vollmondes spiegelt intensiv die Gefühlswelt wieder, habe ich vorher gelesen und bin gespannt, ob sich in mir Themen zeigen.
Nun gehe ich tiefer in eine Meditation und trommle dabei.
Als das Gefühl auftaucht, um das es heute geht kommen neue Körperwahrnehmungen hinzu: Mir wird richtig heiß, ein leichtes Kratzen im Hals und etwas Kribbeln in den Händen. Das passt irgendwie zum sich zeigenden Thema: „Ich genüge nicht, mein Fähigkeiten sind nicht ausreichend“. Ein weiteres Thema klopft an, doch ich entscheide mich, für die Orientierung in Richtung des zuerst gezeigten.
Die Hitze zeigt sich als Wallung durch den Oberkörper. Gleichzeitig fühle ich mich gehalten. Aufrecht. Neugierig. Etwas Traurigkeit ist da und gleichzeitig Freude und ein kindlicher Entdeckergeist. Ich spüre meine Sitzbeinhöcker auf dem Meditationskissen und die Beine, wie sie verschränkt sind. Die Wanduhr tickt im Hintergrund.
In der Ferne bellen Hunde. Der Mondschein erhellt die Nacht. Durch den Schnee, der die Landschaft bedeckt, wird noch mehr Licht zurück reflektiert. Der Himmel erscheint bläulich-grau. Eine Kerze mit kleiner Flamme flackert im Raum.
Die Außenwahrnehmung verschwimmt mit der Zeit, ich lasse mich tiefer auf die Erfahrung mit Kakao ein.
Ich spüre eine aufrichtende Kraft in mir. Die ersten Bilder tauchen auf, manche sind inspiriert von einem Film, den ich vor einer Weile gesehen hatte.
Nun zeigt sich eine innere Landschaft, in der ich mich häufig in Meditation bewege. Über einen Weg, den ich bereits kenne, hin zu einer Lichtung im Wald. Dort sind viele Wesen des Waldes und alle sind mir wohlgesonnen. Ein Begleiter führt mich über die Lichtung, auf die gegenüberliegende Seite und dort in den Wald – hin zu meinem Thema. An dieser Stelle war ich bisher noch nie. Dort finde ich ein Baby, eingewickelt in strahlendweise, gebleichte, steife, harte Tücher. Ich habe das Gefühl, das Baby in den Arm nehmen zu wollen. Das geht aber nicht.
Deshalb versuche ich zuerst diese harten Tücher zu entfernen, auch das funktioniert anfangs nicht. Ich bemerke, daß sie seitlich fest eingesteckt sind und bekomme dann doch den Beginn zu fassen. Eine Schicht nach der anderen lässt sich dieses streng gewickelte Tuch entfernen.
Ich sehe über dem Baby ein Mobile mit Sternen und kleinen Monden – so eines, wie häufig über Kinderbettchen hängt. Dann verändert sich das harte Stroh-Bettchen in ein kuschelig weiches und das Mobile darüber gold glitzernd. Ich sitze daneben. Die Sehnsucht und Zuneigung ist groß, doch das Baby heraus und auf den Arm nehmen geht immer noch nicht. Dann entscheide ich mich, daneben zu bleiben – es nicht alleine zu lassen – und ihm etwas vorzulesen und Geschichten zu erzählen. Irgendwann ist es soweit, daß es möglich ist, das Baby raus und auf den Arm zu nehmen, besser gesagt auf den Schoß. Es ist quicklebendig und hopst, so wie Babys es häufig machen, auf und ab. In Zeitraffer wird es älter, kommt in die Schule – eine Schule, nicht wie unsere heutigen, sondern wo die Talente der Kinder erkannt und gefördert werden, individuell, keine starre Konzepte – da kann sich das Kind entfalten, wird älter und älter und die Szene verschwimmt. Das was dort zu erleben war, ist geschehen. Nun komme ich wieder über die Lichtung zurück zum Ort, an dem ich die innere Landschaft betreten hatte.
Solche inneren Reisen mache ich öfter und meist sind im „echten“ Leben dadurch Auswirkungen zu spüren. Ich bin gespannt, in welcher Art und Weise sich dieses Trace-Erleben in der feststofflichen Welt zeigt.
Ein Teil von mir war sehr zufrieden, warm ums Herz und gleichzeitig gab es einen weiteren Teil, der noch in der Schwebe war, wegen des zweiten Gefühls, welches sich anfangs zeigte. Dem werde ich mich auch noch zuwenden.
Dann gab ich einen kleinen Teil Kakao als Dank in die Natur zurück.
Magisch
Von solchen und vielen anderen Wahrnehmungen wird berichtet
Magst du mehr über Kakao erfahren?
